Spiegel-online schreibt über Joe Hill

Klassenkämpfer darf nach 100 Jahren als Pop-Ikone gelten

In der Gegenwart beteiligen sich Der Spiegel und das angegliederte Manager-Magazin bereitwillig am medialen Trommelfeuer gegen Streiks, das zuletzt auf GdL-Chef Claus Weselsky oder die Piloten der Lufthansa gerichtet war. Wenn es um Kämpfe aus vergangenen Zeiten und in fernen Ländern geht, dürfen die Zügel bei der neoliberalen Postille, die zu 25%  dem Verlag Gruner + Jahr (Bertelsmann) gehört, offenbar lockerer schleifen.

Am 4. September brachte Spiegel-Online einen langen Beitrag mit dem Titel „Arbeiterrechtsikone Joe Hill – Barde des Klassenkampfs“. Wer die drei Buchstaben I.W.W.  im Text sucht, wird enttäuscht. Es reichte nur für den Begriff „Wobbly“, den in Deutschland aber niemand kennt.

Spiegel-Online glänzt dazu mit einer schönen Fotostrecke unter dem Titel: „Joe Hill: Wanderarbeiter, Sänger und Gewerkschafts-Ikone“. Sie beginnt mit der lächerlichen Einleitung: „Tramp, Hobo, Sänger, Frauenheld: Der in Schweden als Joel Hägglund geborene Folksänger und Arbeiterführer Joe Hill begeisterte Anfang des 20. Jahrhunderts die Massen.“

In den weiteren Bildunterschriften werden die Industrial Workers of the World und ihre historischen Kämpfe einigermaßen respektabel dargestellt.

———————————————-

Willst Du Lieder von Joe Hill hören? Dann komme zum:

Joe Hill Konzert am 19. November 2015 in Berlin

facebook